Die Pfeifenfabrik
Heinrich Kallenberg

Herr Kallenberg an der Drechselbank

Die Geschichte der Pfeifenfabrik

Die "Pfeifenfabrik Heinrich Kallenberg" wurde bereits im Jahr 1919 im thüringischen Tabarz am Fuße des Inselbergs gegründet. Der heutige Inhaber Hans Kallenberg, Enkel des Gründers, übernahm die Geschäfte schon 1965.

In den Zeiten der DDR konnte die Fabrik ihre Selbständigkeit behalten und wurde nicht wie andere Ende der 70er Jahre in den "VEB Werkzeuge und Meßgeräte Schweina", besser bekannt als "Howal", überführt.

In längst vergangen Jahren waren in der Fabrik bis zu acht, manchmal sogar mehr, Arbeiter mit der Herstellung von Tabakspfeifen sowie Zigarren- und Zigarettenspitzen beschäftigt.

Heute findet man Herrn Kallenberg, mittlerweile über 70 Jahre alt, leider nur noch sehr selten in seiner Werkstatt. Bis auf ganz wenige gelegentliche Stücke entstehen hier nun also keine Pfeifen mehr.

Damit geht ein weiteres Stück Thüringer Geschichte langsam dem Ende zu, denn Herr Kallenberg ist Thüringens letzter traditioneller Pfeifendrechsler.

Daß Thüringen einst eines der bedeutendsten deutschen Zentren der Tabakspfeifenherstellung war, ist heute kaum noch jemandem bekannt.
In den Gegenden um Ruhla, Schweina und Tabarz lassen sich die Anfänge der Pfeifenmacherei - zunächst Meerschaum-, später Bruyerepfeifen - gut 250 Jahre zurückverfolgen. Heute ist davon fast nichts mehr übrig.

Außer der Werkstatt Herrn Kallenbergs, betreibt nur noch die Firma "Design Berlin" ihre Produktion im nahen Schweina.